Erfahren Sie, wie die Region Stuttgart grünen, hochreinen Wasserstoff zukünftig nutzt, um die Energieversorgung klimafreundlich und zuverlässig zu gestalten – ein Schlüsselprojekt, mit Vorbildfunktion für Deutschland und Europa.
Grüner Wasserstoff für Region Stuttgart!
Zukunftsenergie direkt am Stuttgarter Hafen
Stuttgart will bis 2035 klimaneutral sein. Damit bleibt unsere Stadt heute und in Zukunft lebenswert. Wir sorgen dafür, dass die Energiewende nicht kompliziert ist, sondern einfach funktioniert – für Haushalte, Unternehmen und den Verkehr.
Wasserstoff spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere dort, wo Strom allein nicht ausreicht. Am Stuttgarter Hafen entsteht dafür ein zukunftsweisendes Wasserstoffprojekt: Ökostrom wird in grünen, hochreinen Wasserstoff umgewandelt und dorthin gebracht, wo er gebraucht wird. So sichern wir die CO2-freie Energieversorgung von morgen.
Ihr Kontakt
Bei Interesse wenden Sie sich an unsere Kolleginnen und Kollegen vom Team Wasserstoff:
Am Stuttgarter Hafen entsteht ein zentraler Knotenpunkt (Hub) für grünen Wasserstoff in der Region Stuttgart. Erzeugung, Transport und Anwendung greifen hier nahtlos ineinander. Es ist nicht nur Technik, sondern ein konkreter Schritt Richtung klimaneutrale Versorgung. Das Konzept ist wegweisend und wird öffentlich gefördert.
Drei Teilprojekte im Überblick:
Green Hydrogen Hub (Stuttgarter Hafen)
Ab Ende 2027 wird hier grüner, hochreiner Wasserstoff aus erneuerbarem Strom erzeugt. Damit kann Energie gespeichert und genau dann genutzt werden, wenn sie gebraucht wird.
H2 GeNeSiS-Pipeline
Der grüne Wasserstoff soll zukünftig auch über eine Pipeline im Neckartal zu Abnahmestellen gelangen. Dies erhöht die Versorgungssicherheit und reduziert Transporte auf der Straße.
HyPulseST
In diesem Projekt erproben wir konkrete Anwendungen, wie zum Beispiel für Industrie, Wärmeversorgung sowie Bus- und Schwerlastverkehr. So wird aus dem Energieträger ein echter Nutzen im Alltag und in der Wirtschaft.
Grüner, hochreiner Wasserstoff als stabiler Baustein für CO2-freie Energie
Grüner Wasserstoff ist ein Energieträger, der mit Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie hergestellt wird. Er hilft dort, wo direkte Elektrifizierung schwierig ist – etwa bei bestimmten Industrieprozessen, in Teilen der Wärmeversorgung oder im Schwerlastverkehr. Hochrein bedeutet, dass der Wasserstoff besonders sauber aufbereitet und somit für anspruchsvolle Anwendungen geeignet ist. Damit wird Wasserstoff zu einem stabilen Baustein, um CO2 zu vermeiden, ohne die Energieversorgung zu gefährden.
Mit diesem Wasserstoffprojekt für die Region Stuttgart realisieren wir einen weiteren wichtigen Baustein für eine effiziente CO₂-freie Energieversorgung zum Erreichen der Stuttgarter Klimaziele
Green Hydrogen Hub mit Augmented Reality (AR) erleben
Möchten Sie sehen, wie die Wasserstoff-Zukunft Schritt für Schritt entsteht? Mit Augmented Reality (AR) können Sie den Green Hydrogen Hub bereits während der Bauphase erleben – ganz einfach mit Ihrem Smartphone oder Tablet.
So funktioniert’s: Scannen Sie den QR-Code am Bauzaun (Am Mittelkai 25) und schon geht’s los. Sie erhalten spannende Einblicke in die Entwicklung des Projekts. Unsere Wasserstoffheldin Hydro-Woman begleitet Sie durch die Anwendung, zeigt aktuelle Daten, Zahlen und Fakten und beantwortet Ihre Fragen rund um das Wasserstoffprojekt im KI-Chat.
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt (Video) von YouTube. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Baden-Württemberg als erstes Bundesland mit Wasserstoffkernnetz
Ab 2030 soll die Süddeutsche Erdgasleitung (SEL), die durch Baden-Württemberg verläuft, als erste Pipeline des Landes Wasserstoff transportieren und Baden-Württemberg an die europäische und nationale Wasserstoff-Infrastruktur anbinden. Die H2 GeNeSiS-Pipeline ist technisch so ausgelegt, dass sie perspektivisch Teil des nationalen Wasserstoffkernnetzes werden kann. So kann langfristig auch eine hohe Wasserstoffnachfrage durch das Projekt gedeckt werden.
Wasserstoff kennt keine Grenzen: Pipelines sind kein rein deutsches Thema, sondern ein europäisches Zusammenspiel – ähnlich wie bei Stromnetzen. An den Grenzen entstehen Übergabestationen, sodass Wasserstoff zukünftig in beide Richtungen fließen wird. Überschüsse können exportiert und benötigte Mengen aus dem europäischen Ausland bezogen werden. Bis 2050 soll Deutschland über Wasserstoff-Pipelines mit fast allen Nachbarländern verbunden sein. Das bedeutet mehr Sicherheit, mehr Möglichkeiten und mehr Rückenwind für die Energiewende.
Ihren Wasserstoffbedarf unkompliziert decken
Erfahren Sie, wie Sie RFNBO-zertifizierten, hochreinen Wasserstoff direkt aus der Region Stuttgart beziehen können – inklusive Bedarfsklärung, Lieferoptionen und regulatorischer Sicherheit.
Mit starken Partnern und Förderern in die grüne Zukunft
Gemeinsam mit unseren Fördermittelgebern und Kooperationspartnern treiben wir die Energiewende aktiv voran und machen den Einsatz von grünem, hochreinem Wasserstoff für die Region Stuttgart möglich.
Häufig gestellte Fragen
Sie haben Fragen zum Wasserstoffprojekt? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf einen Blick. In unserem FAQ-Bereich haben wir die häufigsten Fragen, Leistungen und Details übersichtlich für Sie zusammengestellt. So erhalten Sie schnell und unkompliziert die Informationen, die Sie benötigen. Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren – wir helfen Ihnen gerne weiter.
Was ist Wasserstoff?
Was ist Wasserstoff?
Wasserstoff ist ein natürliches chemisches Element mit dem Elementsymbol H. Er kommt überall in der Natur vor, allerdings meist in gebundener Form, wie beispielsweise im Wasser, das aus zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom besteht.
Für bestimmte Anwendungen wie die Stahlherstellung oder Ammoniakproduktion wird Wasserstoff in reiner Form benötigt. Dazu müssen chemische Verbindungen aufgespalten werden, wofür Energie eingesetzt wird. Der gewonnene reine Wasserstoff kann anschließend als hochverdichtetes Gas oder in flüssiger Form gespeichert werden.
Je nach Herstellungsverfahren wird zwischen grünem, blauem oder grauem Wasserstoff unterschieden.
Was ist grüner Wasserstoff?
Grüner Wasserstoff wird klimaneutral hergestellt und ist damit auch bei der Nutzung umweltfreundlich. Bei der Produktion wird Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der dafür eingesetzte Strom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie, sodass während der gesamten Herstellung keine CO2-Emissionen entstehen.
Was ist blauer Wasserstoff?
Blauer Wasserstoff wird durch Dampfreformierung von Erdgas gewonnen. Dabei entsteht CO2, das unterirdisch gespeichert wird. Dieses Verfahren ist industriell weit verbreitet, da Wasserstoff auf diese Weise vergleichsweise kostengünstig hergestellt werden kann. Erdgas (Methan) wird dabei in Wasserstoff und CO2 gespalten.
Was ist grauer Wasserstoff?
Grauer Wasserstoff wird ebenfalls aus Erdgas (Methan) gewonnen, allerdings wird das entstehende CO2 ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben. Pro Tonne hergestellten grauen Wasserstoffs entstehen rund 10 t CO2. Die Produktion von grauem Wasserstoff ist somit energieintensiv und klimaschädlich.
Ist grüner Wasserstoff umweltfreundlich?
Ja. Grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist klimaneutral. Lediglich bei der Herstellung der Anlagen und beim Transport können geringe Emissionen entstehen.
Damit Wasserstoff als „grün“ gehandelt und entsprechend zertifiziert werden darf, muss sowohl der bei der Elektrolyse eingesetzte Strom als auch der per Pipeline bezogene Wasserstoff internationalen Zertifizierungsanforderungen entsprechen.
Ist grüner Wasserstoff sicher?
Wasserstoff wird seit über 100 Jahren in großen Mengen sicher produziert, transportiert und genutzt. Wie jedes Brenngas ist er entflammbar und muss daher fachgerecht gehandhabt werden.
Die Sicherheit wird durch international gültige Vorschriften gewährleistet und von anerkannten Prüfeinrichtungen wie dem TÜV überwacht. Alle Anlagen zur Herstellung, zum Transport und zur Nutzung unterliegen strengen Genehmigungsverfahren und regelmäßigen Kontrollen. Auch Brennstoffzellenfahrzeuge durchlaufen vor der Zulassung umfangreiche Sicherheitsprüfungen.
Wie wettbewerbsfähig ist grüner Wasserstoff im Vergleich zu fossilen Brennstoffen?
Grüner Wasserstoff ist heute noch teurer als fossile Energieträger, bietet aber erhebliche Umweltvorteile.
Die Klimapolitik der Bundesregierung sowie regulative Maßnahmen wie die CO2-Steuer verteuern fossile Energien zunehmend. Gleichzeitig entstehen Märkte für grünen Wasserstoff, wodurch Kosten für Technologien wie Elektrolyseure sinken.
Der Import von grünem Wasserstoff aus Regionen mit günstigen Produktionsbedingungen und Transport per Pipeline werden die Bezugskosten weiter senken. Mittelfristig wird grüner Wasserstoff somit auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig.
Wo kann grüner Wasserstoff verwendet werden?
Grüner Wasserstoff ist vielseitig einsetzbar in Strom, Wärme und Mobilität. So entstehen positive Synergieeffekte und Kostenvorteile. Anwendungsbeispiele sind unter anderem:
Treibstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge: Grüner Wasserstoff kann direkt als emissionsfreier Treibstoff in Brennstoffzellen genutzt werden. Besonders vorteilhaft ist er für Busse, Lkw und Schiffe, da er hohe Reichweiten ermöglicht, kurze Betankungszeiten bietet und so eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Kraftstoffen schafft.
Speicherung von überschüssigem grünem Strom: Grüner Wasserstoff ermöglicht es, überschüssige Energie aus Wind- oder Solarkraft zu speichern und später entweder für industrielle Prozesse oder zur Rückverstromung zu nutzen.
Transport großer Energiemengen: Grüner Wasserstoff ermöglicht den effizienten Transport von Energie über weite Strecken, wie zum Beispiel durch speziell ausgelegte Pipelines mit hoher Kapazität.
Klimaneutraler Rohstoff für die Industrie: Grüner Wasserstoff kann als Ersatz für fossile Brennstoffe in industriellen Produktionsprozessen dienen, etwa bei der Stahlherstellung oder in der chemischen Industrie und trägt so zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei.
Strom- und Wärmeerzeugung: Grüner Wasserstoff lässt sich direkt in Kraftwerken oder Brennstoffzellenheizsystemen zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzen, wodurch eine flexible und emissionsarme Energieversorgung möglich wird.
Wie wird grüner Wasserstoff bereitgestellt und eingesetzt?
Der grüne Wasserstoff aus dem Stuttgarter Hafen wird entweder in die Pipeline eingespeist oder per Trailer zu Einsatzorten geliefert. Da die regional verfügbaren erneuerbaren Energien begrenzt sind, werden langfristig, unterstützt von Bund und Land, Importe aus Regionen mit guten Produktionsbedingungen erforderlich sein.
Der Wasserstoff wird vor allem für Brennstoffzellenbusse, den Schwerlastverkehr, die Strom- und Wärmeerzeugung sowie industrielle Prozesse eingesetzt. Viele Unternehmen in der Region sind interessiert an der Nutzung, weil sie nach Klimaschutzvorgaben Emissionen stark reduzieren müssen und grüner Wasserstoff dabei hilft, die Wettbewerbsfähigkeit der Region Stuttgart zu sichern.
Wie funktioniert Sektorenkopplung?
Sektorenkopplung bedeutet, dass die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander verknüpft werden, damit erneuerbare Energien überall genutzt werden können.
Strom aus Wind und Solarkraft steht nicht immer genau dann und in der Menge zur Verfügung, in der er gebraucht wird – manchmal gibt es zu viel, manchmal zu wenig. Ohne Ausgleich müssten Anlagen bei Überschuss abgeregelt oder bei Flaute fossile Kraftwerke einspringen.
Sektorenkopplung nutzt diese Schwankungen intelligent: Überschüssiger Ökostrom wird in Wasserstoff umgewandelt (Power-to-Gas) und gespeichert. Dieser kann später wieder eingesetzt werden, wie zum Beispiel an windstillen oder dunklen Tagen. So werden fossile Kraftwerke Schritt für Schritt verdrängt, die Versorgung stabilisiert und Preise besser planbar.
Was ist der Green Hydrogen Hub?
Der Green Hydrogen Hub ist das Herzstück des Wasserstoffprojekts. Hier entsteht zukünftig grüner, hochreiner Wasserstoff für Industrie sowie Brennstoffzellenbusse und -Lkw in der Region Stuttgart.
Damit der Wasserstoff flexibel dorthin gelangt, wo er gebraucht wird, wird eine Trailerstation eingerichtet. Der Wasserstoff kann in Trailer abgefüllt und unabhängig von der Pipeline per Lkw innerhalb eines Umkreises von bis zu 50 km geliefert werden. Umgekehrt kann bei Bedarf Wasserstoff angeliefert und in die Pipeline eingespeist werden.
Vor Ort entstehen außerdem ein Betriebsgebäude zur Steuerung der Anlage und ein Besucherzentrum, in dem das Projekt auch in einer virtuellen 3D-Umgebung erkundet werden kann.
Was ist das Projekt H2 GeNeSis?
H2 GeNeSiS ist ein Projekt zum Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft in der Region Stuttgart. Geplant ist eine rund sieben km lange Wasserstoff-Pipeline zwischen Stuttgart-Gaisburg und Esslingen, die die Herstellungs- und Nutzungsseite von Wasserstoff miteinander verbindet und als Marktplatz für den Handel dient. Die Pipeline wird unterirdisch entlang des Neckars verlegt und somit besonders sicher.
Die im Stuttgarter Hafengebiet entstehende Elektrolyseanlage wird direkt an die Pipeline angebunden. Ab Ende 2026 wird mithilfe von Ökostrom klimaneutraler Wasserstoff produziert und in die Pipeline eingespeist. Der Flächenbedarf der Anlage ist gering; die Herstellung erfolgt im industriellen Umfeld der Hafenanlage.
Was ist das Projekt HyPulseST?
HyPulseST ist ein Teil des Wasserstoffprojekts und umfasst mehrere Komponenten, die speziell die beiden Sektoren Wärme und Mobilität adressieren, also die Anwendungsseite für grünen Wasserstoff.
Eine Komponente ist eine eigene Wasserstoff-Tankstelle für Pkw, Busse und Lkw, die ebenfalls an die H2 GeNeSiS-Pipeline angeschlossen wird. Außerdem entsteht am Hub ein Blockheizkraftwerk, das den Wasserstoff, der beim Anfahren der Anlage erzeugt wird, effizient für Strom- und Wärmeerzeugung nutzt. Dieser Anfahr-Wasserstoff erfüllt nicht die hohen Reinheitskriterien für den Pipeline-Transport und würde ohne diese Verwendung sonst ungenutzt bleiben. Um die Versorgung zu sichern, wird im Rahmen des Projekts ein dritter Elektrolyseur installiert.
Wie werden Öffentlichkeit, Anwohnerinnen, Anwohner, Kommunen und die Wirtschaft beim Wasserstoffprojekt eingebunden?
Es ist uns wichtig, die Bürgerinnen und Bürger am Entstehen des Wasserstoffprojekts teilhaben zu lassen. Neben den Informationen auf dieser Website fanden ebenso Informationsveranstaltungen in den Anrainerbezirken der Pipeline, am Hub-Standort sowie in der EnergiePlaza statt. Darüber hinaus waren wir mit Infoständen auf regionalen Märkten vertreten und unser Info-Container begleitet die Pipeline-Baustelle vor Ort.
Wie die Erzeugungsanlage mit Logistik aussehen wird, können Sie in dieser AR-Anwendung erleben. Der Hafen-Standort, der direkt vor Ort digitale Eiblicke ermöglicht, befindet sich am Bauzaun, Mittelkai 24, in Stuttgart-Wangen.
Wir sind für Sie da
Sie möchten mehr über unsere Ökostrom-, Erd- oder Biogas-Angebote erfahren? Kommen Sie vorbei, rufen Sie uns an oder senden Sie uns Ihre Nachricht einfach online zu – wir beraten Sie individuell und kümmern uns zuverlässig um Ihr Anliegen.
Interessieren Sie sich für spannende Infos, nachhaltige Tipps und attraktive Gewinnspiele? Abonnieren Sie unser Energiewende-Update und profitieren Sie von spannenden Neuigkeiten rund um die Energiewende in Stuttgart direkt per E-Mail!